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<title>Ansitz Rofenstein</title>
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<p>Der <b>Ansitz Rofenstein</b> befindet sich in der Stadt <a href="Imst" title="Imst">Imst</a> des Bundeslandes <a href="Tirol" title="Tirol">Tirol</a> (Stadtplatz 1). Heute ist in dem Gebäude die <a href="Bezirkshauptmannschaft" title="Bezirkshauptmannschaft">Bezirkshauptmannschaft</a> von <a href="Bezirk_Imst" title="Bezirk Imst">Imst</a> untergebracht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>1266 vererbte <a href="Konradin" title="Konradin">Konradin</a>, der letzte legitime männliche Erbe aus der Dynastie der <a href="Staufer" title="Staufer">Staufer</a> seinem Stiefvater <a href="Meinhard_II." title="Meinhard II.">Meinhard II.</a> von Tirol dieses Gebiet.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1296 wird erstmals der Turm zu Imst erwähnt. Der Turm dürfte mit der Errichtung des <a href="Gerichtsbezirk_Imst" title="Gerichtsbezirk Imst">Gerichtsbezirks Imst</a> durch Graf Meinhard II. von Görz-Tirol im Zusammenhang stehen. Dieses <a href="Blutgerichtsbarkeit" title="Blutgerichtsbarkeit">Hochgericht</a> umfasste den Bereich zwischen <a href="Burg_St._Petersberg" title="Burg St. Petersberg">St. Petersberg</a> bis zum <a href="Arlberg" title="Arlberg">Arlberg</a>, ebenso das <a href="Pitztal" title="Pitztal">Pitz-</a> und das <a href="Gurgltal" title="Gurgltal">Gurgltal</a>.
</p><p>Von 1298 sind Rechnungen des Imster Richters Christanus erhalten, der Turm war vermutlich von einer <a href="Ringmauer" title="Ringmauer">Ringmauer</a> umschlossen. Es wird auch von Baumaterial <i>ad domum Vmst propre turrim</i> gesprochen, d. h. es muss ein Wohnhaus (<a href="Palas" title="Palas">Palas</a>) bei dem Turm gegeben haben. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wird der Turm auch als <i>castrum</i> bezeichnet. 1377 wird ein <i>turen auf dem Rofen</i> genannt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Gebäude wurde immer als Sitz des Gerichts verwendet. Das hinderte die Landesfürsten aber nicht daran, bei Geldnot die Gerichtsburg zu verpfänden. So war zwischen 1311 und 1313 eine Gattin von <a href="Heinrich_von_K%C3%A4rnten" title="Heinrich von Kärnten">König Heinrich von Böhmen</a> Pfandinhaberin. Nach 1360 war sie an die <a href="Rottenburg_(Adelsgeschlecht)" title="Rottenburg (Adelsgeschlecht)">Herren von Rottenburg</a> verpfändet. 1372 löste die <i>gemaine ze Vmst</i> die Burg für den Landesfürsten <a href="Leopold_III._von_Habsburg" title="Leopold III. von Habsburg">Herzog Leopold III. von Österreich</a> ein, der dafür Imst für drei Jahre von den Steuern befreite. 1385–1396 war die Burg als Pfand dem Hans von Egelsen verschrieben und ab 1445 dem Gerwig von Rotenstein. 1448 gehörte Imst zum <a href="Wittum" title="Wittum">Wittum</a> der <a href="Eleonore_von_Schottland" title="Eleonore von Schottland">Eleonore von Schottland</a> (Gattin von <a href="Siegmund_(%C3%96sterreich-Tirol)" title="Siegmund (Österreich-Tirol)">Herzog Sigismund der Münzreiche</a>) und 1484 zum <a href="Mitgift" title="Mitgift">Heiratsgut</a> von dessen zweiter Gattin <a href="Katharina_von_Sachsen_(1468%E2%80%931524)" title="Katharina von Sachsen (1468–1524)">Katharina von Sachsen</a>. König <a href="Maximilian_I._(HRR)" title="Maximilian I. (HRR)">Maximilian I.</a> löste 1496 das Gericht zurück und verpfändete es 1498 an die Brüder Jakob und Simon Tänzl. Diese investierten größere Summen in den Ausbau der Burg. Nach 1552 gaben die Tänzl ihr Imster Pfand auf und die Burg gelangte 1555 an <a href="Weitmoser" class="mw-redirect" title="Weitmoser">Christoph Weitmoser</a>. Dessen Nachfolger war bis 1570 Georg <a href="Fieger_(Adelsgeschlecht)" title="Fieger (Adelsgeschlecht)">Fieger von Hirschberg</a>, dann die Brüder Christoph und Karl Schurf (1579–1588), Franz Karl von Grünberg (1614) und Johann Travers zu Ortenburg (1653).
</p><p>1682 wurden Schloss und Grundherrschaft Imst durch Hieronymus Bernhard Ferrari Graf d’Occhieppo erworben. In dieser Familie verblieb das Schloss bis 1824. Bereits 1683 wurde mit dem Umbau der Anlage nach Plänen von Gallus Appeller d. J. zu einem vierflügeligen <a href="Barock" title="Barock">Barockschloss</a> begonnen. Seit dem späten 18. Jahrhundert wurde das Schloss als <i>Rofenstein</i> bezeichnet. 1822 zerstörte ein Brand das Schloss großteils. Nach 1824 wurde es im nüchternen <i>Ingenieursstil</i> umgestaltet. Seit 1868 ist hier das Amt der Bezirkshauptmannschaft untergebracht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ansitz_Rofenstein_heute">Ansitz Rofenstein heute</h2></div>
<p>Das Anwesen bildet die östliche Begrenzung des Stadtplatzes von Imst. Es ist eine dreigeschoßige, quadratische Vierflügelanlage mit <a href="Walmdach" title="Walmdach">Walmdach</a>. Gegen Osten fällt das Gelände steil zum Malchbach ab. Hier musste schon im 16. Jahrhundert der Bau mit einer Mauer gestützt werden. Der einst vorhandene und völlig frei stehende <a href="Bergfried" title="Bergfried">Bergfried</a> wurde nach dem Brand von 1822 bis auf drei Geschoße abgetragen. Die Mauerstärke beträgt 1,7 bis 2,0 m auf. Die ehemalige Ringmauer ist heute in die Außenmauer des Amtsgebäudes (Mauerstärken bis 1,5 m) einbezogen. Der einstige Palas ist im Südtrakt des Gebäudes zu lokalisieren. Eine ehemals vorhandene (1579) und dem <a href="Hl._Andreas" class="mw-redirect" title="Hl. Andreas">hl. Andreas</a> geweihte Kapelle verschwand beim Neubau des Amtsgebäudes im 19. Jahrhundert. Nur die im Osten hervortretende <a href="Apsis" title="Apsis">Apsis</a> erinnert noch daran. Die mittelalterliche Burg wurde im 19. Jahrhundert völlig in den Neubau eingebaut und ist heute von außen nicht mehr zu erkennen.
</p><p>1997 fand eine Generalrenovierung durch die Republik Österreich statt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Georg_Clam_Martinic" title="Georg Clam Martinic">Georg Clam Martinic</a>: <cite style="font-style:italic">Burgen und Schlösser in Österreich.</cite> Landesverlag im Veritas Verlag, Linz 1991, ISBN 3-85214-559-7.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Ansitz+Rofenstein&rft.au=Georg+Clam+Martinic&rft.btitle=Burgen+und+Schl%C3%B6sser+in+%C3%96sterreich.&rft.date=1991&rft.genre=book&rft.isbn=3852145597&rft.place=Linz&rft.pub=Landesverlag+im+Veritas+Verlag" style="display:none"> </span></li>
<li><a href="Oswald_Trapp" title="Oswald Trapp">Oswald Trapp</a>, Magdalena Hörmann-Weingartner (Mitarbeiterin): <cite style="font-style:italic">Tiroler Burgenbuch. VII. Band – Oberinntal und Ausserfern</cite>. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1986, ISBN 88-7014-391-0.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Ansitz+Rofenstein&rft.au=Oswald+Trapp%2C+Magdalena+H%C3%B6rmann-Weingartner+%28Mitarbeiterin%29&rft.btitle=Tiroler+Burgenbuch.+VII.+Band+-+Oberinntal+und+Ausserfern&rft.date=1986&rft.genre=book&rft.isbn=8870143910&rft.place=Bozen&rft.pub=Verlagsanstalt+Athesia" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.burgen-austria.com/archive.php?id=1190"><i>Imst – Rofenstein.</i></a> In: <i>burgen-austria.com.</i> Martin Hammerl<span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 5. März 2022</span></span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnsitz+Rofenstein&rft.title=Imst+%E2%80%93+Rofenstein&rft.description=Imst+%E2%80%93+Rofenstein&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.burgen-austria.com%2Farchive.php%3Fid%3D1190&rft.publisher=Martin+Hammerl&rft.date="> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.geschichte-tirol.com/ortsgeschichte/post/imst"><i>Imst.</i></a> In: <i>geschichte-tirol.com</i>, Datenbank des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Josef Franckenstein: <i>Imst (Rofenstein).</i> In: Oswald Trapp, Magdalena Hörmann-Weingartner: <i>Tiroler Burgenbuch.</i> Band VII, 1986, S. 207–212.</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">47.2391424</span><span class="longitude">10.7425552</span><span class="elevation">780</span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:47.2391424,10.7425552"><span title="Breitengrad">47° 14′ 20,9″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">10° 44′ 33,2″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
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